Nachwuchs fördern: Das Aktionsbündnis Arbeitsmedizin

Was ist das Aktionsbündnis Arbeitsmedizin?

Ein Zusammenschluss aus über fünfzig bundesdeutschen Unternehmen, Verbänden, Ländern und Kommunen, Ministerien, Universitäten und überbetrieblichen arbeitsmedizinischen Diensten. Ihr gemeinsames Ziel ist es, angehende und approbierte Ärztinnen und Ärzte für eine Tätigkeit in der Arbeitsmedizin zu begeistern.

Was tut das Aktionsbündnis?

Informieren, netzwerken, fördern. Ganz konkret vergibt das Bündnis jedes Jahr Stipendien an Ärztinnen, Ärzte und Studierende der Humanmedizin, die sich im Bereich Arbeitsmedizin qualifizieren wollen. Darüber hinaus veranstaltet es einmal im Jahr ein Nachwuchssymposium für Interessierte der Arbeitsmedizin und finanziert gemeinsam mit drei Berufsgenossenschaften sowie einer Unfallkasse eine Stiftungsprofessur Lübeck. Damit Arbeitsmedizin an so vielen Unis wie möglich studiert werden kann.

Was zeichnet das Aktionsbündnis aus?

Die Vielfalt seiner Mitglieder. Diese reicht von der Bundeswehr über das Bundesarbeitsministerium bis zum internationalen Chemiekonzern BASF. Damit repräsentiert das Bündnis nicht nur die ungeheure Bandbreite arbeitsmedizinischer Aufgaben und Betätigungen, es schöpft auch aus dem ganz unterschiedlichen, praktischen und wissenschaftlichen Knowhow die Kraft und Kontakte, die es braucht, um das gemeinsame Ziel zu verwirklichen: Noch mehr Menschen für das Fachgebiet Arbeitsmedizin zu gewinnen.

Und was machen die Mitglieder des Aktionsbündnisses?

Die BGW forscht für mehr Arbeitsschutz
Was viele nicht wissen: Unfallversicherungen sind nicht nur gesetzlich verpflichtet, arbeitsbedingte Unfälle und Erkrankungen zu verhindern, sondern auch deren Ursachen zu erforschen. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege hat dafür eine eigene Forschungsabteilung: Gemeinsam mit Expertinnen und Experten anderer Disziplinen untersuchen Arbeitsmedizinerinnen und Arbeitsmediziner die Wechselwirkungen zwischen Arbeit und Gesundheit. Das Themenspektrum reicht von berufsbedingten dermatologischen und ergonomischen Erkrankungen über den Umgang mit Gefahrstoffen bis zu den Auswirkungen der Digitalisierung auf die seelische Gesundheit.

Forschung durch die BGW

BASF: „Medizin ganz neu denken!“
In Ludwigshafen, auf dem Gelände der BASF, entsteht ein deutschlandweit einzigartiges Ärztehaus: Das BASF Medical Center vereint arbeitsmedizinische Vorsorge und fachärztliche Behandlung unter einem gemeinsamen Gebäudedach. „Damit geben wir dem Präventionsgedanken einen ganz neuen Schub“, freut sich Professor Christoph Oberlinner, Leitender Werksarzt bei BASF. Im neuen Center kommunizieren präventive und kurative Medizin auf Augenhöhe und gleicher Ebene, im wahrsten Sinne: Tür an Tür im selben Flur.

Das BASF Medical Center

DGAUM: Kostenlose Mitgliedschaft für Studierende
Sie studieren Humanmedizin und sind am Fachgebiet Arbeitsmedizin interessiert? Dann werden Sie Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) und profitieren von den besonderen Konditionen bei Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Formaten für junge Leute. Wer die DGAUM ist? Eine wichtige, starke und familiäre Interessenvertretung der Arbeitsmedizin.

Die DGAUM für Studierende