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Priv.-Doz. Dr. med. Julia Krabbe

2022-02-15T10:59:45+01:00

Im Turboschritt zur Hochschuldozentin für Arbeitsmedizin Dr. Julia Krabbe (34) profitierte als eine der ersten von der neuen Weiterbildungsordnung für Arbeitsmedizin „Als ich in die Arbeitsmedizin wechselte, war schon klar, dass die neue Regelung kommt“, erzählt Dr. Julia Krabbe, Privatdozentin am Aachener Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin. „Ich habe sogar richtig darauf gewartet! Sie hat meine Facharzt-Weiterbildung um zwei Jahre verkürzt. Jetzt bin ich da angekommen, wo ich immer hinwollte: Ich kann lehren, forschen und mit Patientinnen und Patienten arbeiten. Das war immer mein Wunsch.“ Freie Wahl der Fachrichtungen Dr. Krabbe arbeitete nach ihrer Approbation zwei Jahre lang in der Intensivmedizin. Bislang wurde diese Zeit für die fünfjährige Weiterbildung zur Arbeitsmedizinerin nicht angerechnet: mindestens zwei Jahre klinische Tätigkeit in den Fachgebieten „Innere Medizin“ oder „Allgemeinmedizin“ waren Voraussetzung. „Das hat sich geändert“, freut sich Dr. Julia Krabbe. „Jetzt wird jede Fachrichtung anerkannt, die mit der unmittelbaren Patientenversorgung befasst ist. Also auch meine Intensivmedizin.“ Dr. Krabbe wollte immer in die Forschung. „Schon als Schülerin habe ich an dem Wettbewerb ‚Jugend forscht‘ teilgenommen“, erzählt sie. Und sie gewann sogar einen Preis! „Einen Sonderpreis“, lacht die Mutter eines zweijährigen Sohnes. Das Thema war ein wenig speziell „Polysaccharid-Speicher-Myopathie bei Pferden“. Was sich aber bereits zeigte, war ihr hohes Interesse an der Medizin. „Von klein auf bin ich den [...]

Priv.-Doz. Dr. med. Julia Krabbe2022-02-15T10:59:45+01:00

Stipendiatin Lydia von Wintzingerode

2022-01-03T14:02:45+01:00

03.01.2022 „Ich werde jetzt Arbeitsmedizinerin.“ Lydia von Wintzingerode, Stipendiatin des Förderjahrs 2020/2021, absolvierte einen Teil ihres Praktischen Jahres beim Mitteldeutschen Institut für Arbeitsmedizin in Leipzig. Was sich schon vorher abzeichnete, wurde zur Gewissheit: Nach bestandenem III. Staatsexamen im Dezember 2021 macht sie jetzt ihre Fachärztin in Arbeitsmedizin. Eigentlich war sie in den drei Monaten Praktikum so gut wie ständig unterwegs. Besuchte Schulen, Industrieunternehmen, das Lagerhaus von Amazon am Flughafen. Da ent- und beladen die Lageristen und Lageristinnen die Transportflugzeuge. „Wenn man sie alle erwischen will, muss man sie an ihrem Arbeitsplatz aufsuchen“, lacht die 27-Jährige. In zwei vor Ort eingerichteten Zimmern beriet und untersuchte sie die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gemeinsam mit der betreuenden Betriebsärztin. Nahm Blut ab, überprüfte das Sehvermögen, richtete Belastungs-EKGs ein. „Das ist das Besondere an der Arbeitsmedizin“, sagt Lydia von Wintzingerode. „Man ist jeden Tag woanders, hat Einblick in ganz neue Welten, hilft den Menschen, gesund zu bleiben.“ Ihr Entschluss steht fest: „Ich werde Arbeitsmedizinerin!“ Wie sieht die Arbeit einer angehenden Arbeitsmedizinerin in einem überbetrieblichen Dienst aus? Lydia von Wintzingerode: Überraschend! Man ist viel unterwegs, hat mit vielen unterschiedlichen Menschen zu tun, hat abwechslungsreiche Aufgaben. Das Einzugsgebiet des Leipziger Instituts erstreckt sich von Magdeburg im Nord-Westen bis nach Dresden im Süd-Osten. Es betreut Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen: Logistik, Chemie, Betreuung, Bildung [...]

Stipendiatin Lydia von Wintzingerode2022-01-03T14:02:45+01:00

Dr. Daniel Frambach

2021-01-27T13:14:27+01:00

„Alles, was ich kann und gelernt habe, setze ich als Arbeitsmediziner um“ Lässt sich zum Betriebsarzt weiterbilden: Dr. Daniel Frambach, Facharzt für Kardiologie Mit der Weiterbildung zum Facharzt für Arbeitsmedizin schließt sich der Kreis: „Ich habe sehr viel ausprobiert“, erzählt Dr. Daniel Frambach, „eine Lehre und zwei Studiengänge absolviert, als Chemielaborant, Ingenieur, Rettungssanitäter und Arzt gearbeitet.“ Der gebürtige Ludwigshafener ist Facharzt für Kardiologie und Innere Medizin, Notfall- und Palliativmediziner. Er hat Fortbildungen in Strahlenschutz, Hygiene, Bluthochdruck und Gesundheitsförderung besucht. Jetzt arbeitet er als angehender Betriebsarzt im Chemiekonzern BASF, dort, wo vor 28 Jahren sein beruflicher Werdegang als Azubi begann. Und zum ersten Mal will er nicht wieder weg. „Alles, was ich in den vergangenen knapp drei Jahrzehnten in Ausbildung, Studium und beruflicher Praxis gelernt habe, kann ich hier einbringen“, sagt der 43-Jährige. „Es ist der vielfältigste Job, den ich je gemacht habe.“ „Jeder Tag ist anders: von den Themen und Aufgaben her, den Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich arbeite, den Beschäftigten, für die ich da bin. Ich bin Chemieingenieur und Arzt in einer Person: Ich berate Patientinnen und Patienten, begutachte mit den Partnern der Arbeitssicherheit Arbeitsplätze, entwickle Schutzkonzepte für die Beschäftigten. Ich nehme auf nationaler und internationaler Ebene an Arbeitskreisen und Projekten zum Arbeitsschutz teil – und fahre zugleich auf dem BASF [...]

Dr. Daniel Frambach2021-01-27T13:14:27+01:00

Stipendiatin Dr. Eva Brantzen

2020-03-23T13:33:02+01:00

„Ich habe den perfekten Job“ Familie und Beruf unter einem Hut und glücklich in beiden Welten: Dr. Eva Brantzen (35), Weiterbildungsassistentin am Institut für Lehrergesundheit Dass Eva Brantzen Ärztin wird, war aus ihrer Sicht unausweichlich: „Ich bin genetisch vorbelastet: Meine Großeltern waren Ärzte, meine Eltern führten gemeinsam eine Hausarztpraxis. Das Thema war bei uns immer präsent. Schon als kleines Mädchen wollte ich wissen, worüber da gesprochen wird.“ Dabei erlebte sie allerdings auch, dass die Arbeitstage ihrer Eltern nie endeten. „Sie nahmen die Sorgen ihrer Patientinnen und Patienten mit nach Hause und diskutierten sie bis spät in die Nacht.“ Was Eva Brantzen derart beeindruckte, dass sie zunächst ein Lehramts-Studium aufnahm. „Ich wollte einfach einen Beruf ausüben, der es ermöglicht, auch eine Familie zu gründen“, sagt die 35-Jährige. Nach einem Semester Mathematik und Katholischer Religion war der Wunsch, Ärztin zu werden, doch zu groß. Sie nahm 2005 ihr Medizinstudium auf, das sie 2011 mit der Approbation und Promotion beendete. Während der Assistenzzeit wird der erste Sohn geboren 2012 kommt ihr erster Sohn zur Welt. Zu der Zeit arbeitet Eva Brantzen als Assistenzärztin auf der Inneren Station einer Rüsselsheimer Klinik. „Ich habe versucht, Teilzeit zu arbeiten“, erinnert sie sich. „Aus den vereinbarten 50 Prozent Arbeitszeit wurden aber regelmäßig 75 Prozent. Stationsdienst und Teilzeit sind schwer zu vereinbaren.“ [...]

Stipendiatin Dr. Eva Brantzen2020-03-23T13:33:02+01:00

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2019-12-18T12:22:07+01:00

Zwei Tage, vierzig Teilnehmende, jede Menge Gesprächsstoff und ein gemeinsames Ziel: die Arbeitsmedizin zu einem integralen Bestandteil des Medizinstudiums zu machen. Wie? Zum Beispiel durch eine hochwertige Lehre. Ganz im Sinne von Professor Stephan Letzel, Gastgeber und Leiter des Instituts Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Universitätsmedizin Mainz: „Jeder Arzt braucht arbeitsmedizinische Kenntnisse.“

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Was also macht das Studienfach Arbeitsmedizin attraktiv? Mehr Praxisbezug, mehr Interprofessionalität, innovative Lehrmethoden und aktuelle Inhalte! Das ist ein Ergebnis der Tagung „Qualitätssicherung arbeitsmedizinische Lehre“, zu der Professor Stephan Letzel als Vorsitzender des Aktionsbündnis Arbeitsmedizin im Oktober 2019 in die Dresdner Akademie der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung geladen hatte.

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Rund vierzig Hochschullehrende nahmen an der Tagung teil. Wie eine gute Vorlesung wechselte auch sie zwischen Vortrag, Gruppenarbeit und praktischer Anschauung: Nach einem informativen ersten Vormittag besuchten die Teilnehmenden die „Gläserne Manufaktur Dresden“ , Forschungs- und Innovationslabor der Volkswagen Sachsen GmbH.

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Eröffnet wurde die Tagung durch Professor Dr. Thomas Kraus, Leiter Institut Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Uniklinik RWTH Aachen und Student Martin Jonathan Gavrysh, Vizepräsident Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V.. Ihr Thema: „Was ist gute Lehre?“ aus Sicht des Lehrenden und des Lernenden. Professor Kraus plädierte für die frühzeitige Berücksichtigung arbeitsmedizinischer Aspekte bei allen medizinischen Lehrinhalten, die in Frage kommen, beispielsweise „Haut“ oder „Herz-Kreislauf-System“. Zudem warb er für interaktive Lehrmethoden, fallorientiertes Lernen und E-Learning oder für den Einsatz von Simulationspatienten. Das A und O aber seien die Lehrenden: „Ihre Motivation ist das Entscheidende.“

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Medizinstudent Martin Jonathan Gavrysh wünschte sich ebenfalls Dozentinnen und Dozenten, die die Leidenschaft für das Fach weitertragen. Was sie nicht nur über spannende Inhalte wie „Sprechende Medizin“, „Digitalisierung“, „Fachübergreifende Kernkompetenzen“ oder „Interprofessionelle Inhalte“ vermitteln könnten, sondern einfach auch durch Verbindlichkeit: Noch immer wechselten die Lehrenden von Woche zu Woche. Und: Was gelehrt wird, soll geprüft werden. Weg also mit dem Unnötigen!

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2019-12-18T12:02:23+01:00

Was macht gute Lehre aus? Dr. Henrike Steudel wurde als Lehrverantwortliche an der medizinischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Teil für ihre gute Lehre ausgezeichnet und nannte drei wesentliche Faktoren: 1. eine Haltung haben und begeistert sein. 2. Studierende beim Namen kennen und direkt ansprechen. 3. Immer und überall arbeitsmedizinische Inhalte mitdenken und Praxisbezüge herstellen. Beispiel: das Studium selbst. Ihre Studierenden analysieren potenzielle Gesundheitsgefährdungen und entwickeln dazu Schutzmaßnahmen. „Dadurch“, so Dr. Steudel, „vermittelt sich der konkrete Nutzen der Arbeitsmedizin ganz von selbst.“

Fotostrecke62019-12-18T12:02:23+01:00
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